Samstag, 5. März 2016

Reise, Reise: Philippinen (Teil I)

Hallo, ich bin Würfelzucker und wie schon beschrieben, befinde ich mich zur Zeit auf den Philippinen. Hier ist alles ein wenig anders und deshalb dachte Familie Katz wohl, dass es schön wäre, wenn ich ein wenig davon berichten würde. Das mache ich natürlich sehr gerne. Abflug!

Bildrecht: Wikipedia/ Martin Woesler

Honeymoonphase: Wenn man in einem Emirates Airbus 380 nach Dubai fliegt und da in einem wohl temperierten, mit Mamor gefliesten Flughafen zwischen Gucci, Hermes und Prada auf den Anschlussflug wartet, dann fühlt sich das ganz aufregend an!


Krise: Leider hatte man die drei Zeitzonen nicht zum schlafen, sondern für das Entertainment-Programm genutzt. Anschließend folgte dann noch eine fünfstündige Autofahrt bis das Ziel erreicht war. Dort wurde man  von ca. 20 Verwandten des Freundes angeschaut als hätte man etwas an der Nase, was sich nachher dann als Wahrheit heraus stellt (aber dazu später) und sowieso war plötzlich alles ganz, ganz schlimm. Ja! Da darf man doch schon mal weinen: Mimimimiiii!
Leider verstand das hier keiner so recht und alle waren wohl erst mal ziemlich enttäuscht von der unhöflichen Langnase: Schließlich wurde extra groß aufgetischt, gekocht und das Haus geputzt!


Gleich am ersten Tag wurde mir zweimal Fleisch unter mein Gemüse gemischt (es kam mir doch gleich so lecker vor 😀), um mir nach mehreren Löffeln zu sagen, dass dort nur bisschen Hühnchen für den Geschmack mitgebraten wurde. Zu Ende gegessen habe ich nicht mehr, aber schlimm fand ich es tatsächlich auch nicht: In einem kleinen, recht armen Dorf auf den Philippinen, wo die Menschen sich noch Ziegen und Hühner halten, um diese dann selbst zu schlachten wenn es etwas zu feiern gibt, gehört es sich schließlich nicht mich darüber zu aufzuregen Fleisch gegessen zu haben, obwohl ich das sonst nicht tue. 

Hühnchen gibt es hier in Hülle und Fülle. In bunt. In NEONbunt! An vielen Strassenecken werden diese an die Kinder für umgerechnet 20 Cent verkauft. Einfach so, zum spielen: Das Spiel dauert dann aber nur wenige Stunden und schließlich werden sie sich selbst, beziehungsweise mir, überlassen, da sie kein Geld haben um dem PIEP!!-Matz etwas zu essen zu kaufen. Außerdem  besteht kein Verständnis dafür, dass sie mit solch einem Kauf eigentlich verantwortlich für das neonfarbige Ding sind. 





Als Kükenmama hab ich mich allerdings auch nicht bewährt: Sie sind leider alle eingegangen und es gab erneut Tränen bei mir und verständnislose Blicke bei der Verwandtschaft. 



Für große Heiterkeit sorgte auch, dass ich den Hunden Leckerlis kaufen wollte. Dem Hund etwas zu essen kaufen? Niemals! Der bekommt Fischköpfe und Reis, was eben so übrig bleibt. Gekauft habe ich sie trotzdem. Gegessen haben sie sie nicht.



Anpassung: Ich bin die Größte! Und die Hellste! Was sich nach Selbstbeweihräucherung anhört, ist hier nur wortwörtlich gemeint, wobei, wer weiß... ;-)

Im Dorf ist Fiesta. Es wird der Schutzheilige San Isidro gefeiert. Alles ist bunt geschmückt und aus wirklich jedem Haus kommt laut Musik oder es wird Karaoke gesungen. Die ganze Nacht über wurde gekocht, Gemüse geschnitten, und gegrillt. 

An diesem Tag ist es üblich, dass man von Haus zu Haus zieht und überall etwas isst und trinkt, redet und lacht. Jeder guckt mich mit großen Augen und offenem Mund an. Ich bin durchgehend nervös und zupfe an mir herum. Doch jedesmal bricht das Eis schneller und alle wollen Fotos mit mir machen, mit mir reden und mit mir trinken. Ich bin ein Superstar! :-) 
So groß, so blond, tätowiert und ein Ring in der Nase? Es klingt verrückt aber so etwas haben die meisten tatsächlich noch nie gesehen! Trotzdem fühle ich mich dieser Rolle nicht ganz gewachsen und gucke verschämt zu Boden.

Bis zum nächsten Mal,


eure Würfelzucker




Alle Philippinen- Reiseberichte: Teil II, Teil III, Teil IV


Alle Bilder: Würfelzucker

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...