Mittwoch, 8. Juni 2016

Bernd Gonzales

Ja, man hat das schon 100 mal gelesen. Und wohl auch schon ein paar Mal selbst gefühlt, wenn ein Haustier stirbt. Und sich auch oft gefragt warum und wieso Menschen das in den sozialen Medien öffentlich betrauern.
Und sich auch schon oft gesagt, dass es doch am Ende "nur ein Tier" ist, das nicht mehr da ist. Und sich dann selbst widersprochen, weil es ja doch viel mehr ist.
Vielleicht sitze ich deshalb hier und schreibe etwas über ihn. Und will es eigentlich gar nicht. Zumindest nicht pathetisch schreiben, das alles so traurig ist. Aber irgendwie doch. Also vielleicht so:




Bernd Gonzales: Oder Brooklyn Maunz, der Flausch oder The weichest Cat alive. 
Blogbesitzer und -Namensgeber. Logo-Vorlage und jahrelanges, bildliches Aushängeschild dieser "Seite". Und in diesem Zusammenhang der einzige von uns Dreien, der freiwillig Warenproben zum Test zugeschickt bekam. 

Bernd Gonzales, großer Malzbier-Liebhaber und Fleisch-, Wurst- und Käsewaren-Connaisseur. Ordinäre Fleischwurst hat er verschmäht, uns dafür an Weihnachten die marinierten Lammlachse vom Tisch geklaut. 
Bernd Gonzales ist die einzige Katze, die ich kenne, die schonmal eine Rauchvergiftung hatte (und doch Nichtraucher war).
Bernd Gonzales hatte Angst vor Spinnen. Und Vögeln ab Spatzengröße. Und vor dem Staubsauger, seinem erklärten Erzfeind. Dafür mochte er furchtbar gerne Badewasser. Zumindest wenn jemand drin lag.
Bernd Gonzales hat sich selbst das Apportieren beigebracht und wurde nicht müde, uns diesen edlen Sport ebenfalls ans Herz zu legen.

Bernd Gonzales war sicherlich auch ein ums andere Mal auch der Kitt in Brüchen meiner Beziehung. Und wenn es nur aus dem Grund war, dass man dem anderen bei möglicher Trennung den Kater nicht gönnt. Oder weil man sich gegenseitig nicht beantworten konnte, was denn nun aus Selbigem wird. 

Bernd Gonzales hat uns den neuen, kleinen Mitbewohner ganz, ganz eventuell ein klein wenig übel genommen. Zumindest übler als den Umzug. Und doch war er immer dabei, hat sich dazu gelegt und zumindest aus sicherer Entfernung zugesehen, was mit dem kleinen Menschen passiert. Um dem Neuen dann in einer unbeobachteten Minute (dachte er zumindest) erstmal einen mitzugeben.

Bernd Gonzales war - und jetzt schreibe ich es doch - nicht nur ein Tier. 
Bernd Gonzales war mein Freund.
Bernd Gonzales war Familie.

Bernd Gonzales war zu Hause für mich.

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